Lichtverschmutzung: Zu viel Licht in der Nacht

Lichtverschmutzung zu viel Licht in der Nacht

Wann hast du zuletzt einen leuchtenden Sternenhimmel gesehen? Durch Lichtverschmutzung ist die Sicht auf die Sterne am Himmel eingeschränkt. Das hat nicht für Folgen für dein romatisches Picknick unterm Sternenhimmel, sondern auch für Ökosysteme, Astrologen und deine Gesundheit.

Lichtverschmutzung steht für die Aufhellung des normalerweise dunklen Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen, wie zum Beispiel Straßenlaternen. So lassen sich die Sterne, besonders in großen Städten, kaum noch erkennen. Dies hat weitrechende Folgen für Ökosysteme, denn besonders Tiere orientieren sich an den Lichtverhältnissen und ihr natürlicher Rhythmus wird durch künstliches Licht gestört. Die fehlende Dunkelheit sorgt bei tagaktiven Tieren dafür, dass sie sich nicht mehr ausreichend regenerieren können und führt bei nachtaktiven Organismen zu Verwirrung.

Auch für uns Menschen sind taghelle Nächte alles andere als gut. Um schlafen zu können benötigen wir das Schlafhormon Melatonin. Dieses wird nur bei ausreichender Dunkelheit produziert. Zu viel Licht kann deshalb zu chronischen Schlafstörungen führen.

Lichtverschmutzung
Lichtverschmutzung (Foto: unsplash)

Was verursacht dies?

Lichtverschmutzung wird besonders durch Großstädte, Industrieanlagen, Werbeplakate und andere Beleuchtung verursacht. Problematisch ist, dass viel Licht nach oben gestrahlt und so der Nachthimmel aufgehellt wird. Durch effizient installierte Lichtquellen, die nur das beleuchten, was sie auch beleuchten sollen, könnte Lichtverschmutzung bereits in großen Teilen vermieden werden.

Lichtverschmutzung Stadt bei Nacht
Lichtverschmutzung Stadt bei Nacht (Foto: unsplash)

Wo gibt es keine Lichtverschmutzung?

In Deutschland gibt es noch einige Orte, die noch nicht von Lichtverschmutzung betroffen sind. Dazu gehört:

  • Der Nationalpark Eifel
  • Das UNESCO Biosphärenreservat Rhön
  • Der höchste Ort in Deutschland – die Zugspitze
  • Das Biosphärenreservat Schwäbisch Alb/ Münsingen
  • Teile des Brohtals
  • Das Siebengebirge
  • Einige Nordseeinseln, wie die Insel Amrum

Wer Lust hat die Magie der Sterne einmal zu erfahren, sollte an einer Sternwanderung teilnehmen. Sternwanderungen werden in einigen Nationalparks sowie auf den Nordseeinseln angeboten. Auf Amrum ist es die nächtliche Wattwanderung mit Dark Blome. Der erfahrene Wattführer begeistert sich nicht nur für das Wattenmeer, sondern auch für Sternbilder und Planeten. Auf seiner Sonnenaufgangstour zeigt er Dir den leuchtenden Nachthimmel, denn auf Amrum kann man bei klarem Himmel sogar Mars und Venus sehen. Danach geht es ins Watt, bis Du bei Sonnenaufgang zwischen den Inseln Amrum und Föhr stehst und den Sonnenaufgang genießen kannst.

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Dark Sky – Initiative gegen Lichtverschmutzung

Die Vereinigung der Sternfreunde e.V. engagiert sich dafür die natürliche Dunkelheit dort zu bewahren, wo sie heute noch möglich ist. Dazu sollen Sternparks eröffnet werden, die den Nachthimmel schützen und so natürliche Ökosysteme bewahren. Hier wird künstliche Beleuchtung so eingesetzt, dass Tiere und Pflanzen nicht gestört werden. In Deutschland gibt es bereits ein Dark Sky Reserve in im Naturpark Westhavelland in Brandenburg.

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