Radfahren: Die Vorteile während der Corona Pandemie

Radfahren macht glücklich (Foto: Unsplash)

Das Radfahren ist eines der Verkehrsmittel, das aufgrund seiner einzigartigen Fähigkeit, eine sozial distanzierte Art der Fortbewegung zu bieten, große Aufmerksamkeit erhielt.

Normalerweise gehe ich morgens ins Fitnessstudio, aber wegen der Corona Pandemie mache ich mir Sorgen, in großen Gruppen zu sein. Ich fühle mich sicherer, wenn ich draußen trainiere. Zusätzlich bin ich durch die körperliche Bewegung weniger gestresst von allem, was in der Welt vor sich geht. Regelmäßige Bewegung, wie Radfahren und Yoga, hilft Angst und Depression zu reduzieren und unterstützt chemische Prozesse in unserem Körper, die unsere Stimmung verbessern. Die Pandemie hat unsere Bewegungsfreiheit stark beeinträchtigt und die persönliche Mobilität auf verschiedene Weise verändert.

Radfahren – Verbesserung der allgemeinen Gesundheit der Atemwege

Als Atemwegserkrankung greift Covid-19 die Lunge an und beeinträchtigt deren Funktion. Aus diesem Grund ist es wichtig, durch tägliche Bewegung die Lungenkapazität zu steigern. Mäßiges Durchatmen ist eine gute Übung für die Lunge und tägliches Radfahren hilft, über einen längeren Zeitraum tief einzuatmen. Zusätzlich sind Radfahrer meist weniger von Feinstaub belastet, da sie auf viel befahrene Straßen verzichten.

Radfahren – Kontrolle von Blutzucker und Fettleibigkeit

Radfahren hat sich als vorteilhaft für Patienten mit verschiedenen Gesundheitszuständen erwiesen. Auch für Diabetiker ist es eine effektive Möglichkeit, den Blutzucker unter Kontrolle zu halten. Menschen mit Diabetes haben ein höheres Risiko schwer zu erkranken oder Komplikationen durch Covid-19 zu erleiden. Radfahren ermöglicht Diabetikern eine bessere Blutzuckerkontrolle und verringert damit das Risiko von Komplikationen durch Covid-19. Regelmäßiges Radfahren reduziert nicht nur unerwünschtes Fett und schlechtes Cholesterin, sondern senkt auch hohe Blutzuckerwerte und stabilisiert sie.

Fettleibigkeit steht in direktem Zusammenhang mit Diabetes, Bluthochdruck sowie Herzerkrankungen. Der britische Premierminister Boris Johnson zitierte seinen eigenen Kampf mit Covid-19 als übergewichtiger Patient beim Start einer landesweiten Kampagne im Juli mit: “I was way overweight”.

Der mittelständische Fahrradbetrieb profitiert während der Pandemie

Die Covid-19 Pandemie bringt zwar einige Probleme für den Mittelstand mit sich, aber auch einige Chancen, wie zum Beispiel der Fahrrad-Trend. Dieser hat sich seit März 2020 drastisch erhöht. Berücksichtigt man die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens, ist es keine Überraschung, dass viele Menschen bei ihren täglichen Aktivitäten auf das Fahrrad umsteigen. Dieser Trend verschafft den Fahrradherstellern einen Vorteil. Im Jahr 2020 betrug der Fahrradabsatz in Deutschland rund 5,1 Millionen Stück, davon waren rund 61 Prozent konventionelle Fahrräder – der höchste Wert aller Zeiten.

Es gibt mehrere Gründe, die dafür sprechen, dass der Anstieg des Radverkehrs während der Covid-19 Pandemie auch in den kommenden Jahren anhalten wird:

    • Der Ausbau und die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur
    • Der große Zuwachs an Fahrradverkäufen
    • Neue Radfahrer haben neue Reisegewohnheiten entwickelt
    • Pendler sind auf das Fahrrad umgestiegen, weil sie Angst hatten, mit überfüllten Zügen und Bussen zu fahren

Fahrradparadies Niederlande

Ein Blick zu unseren Nachbarn im Westen lohnt sich. Die Niederlande ist das Fahrradparadies schlechthin. Allein in Amsterdam gibt es mehr registrierte Fahrräder als Einwohner. Niederländer haben wegen des vielen Radfahrens eine um ein halbes Jahr längere Lebenserwartung. Die Bewegung, sei es auch nur für die kurze Strecke zum Supermarkt, hilft und stärkt unseren Körper, weswegen wir uns häufiger auf den Sattel schwingen und seltener hinter das Steuer eines KFZ setzen sollten.

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